Sunday, May 7, 2017

Fleißig wie die Bienchen

Mit dem festen Beschluss, hier wieder öfter zu posten, melde ich mich aus der Versenkung und einem Update zum Löwenzahnhonig. Wir hatten schon mal welchen gemacht, vor Jahren. Dieses Mal haben wir das Rezept noch etwas verbessert, und ich habe die Mengen abgewogen.

Geflückt haben wir auf dieser Wiese in einem benachbarten Gemeinschaftsgarten. Als wir fertig waren, war nicht mal zu sehen, wo wir gesammelt hatten, weil es soooo viel Löwenzahn gab.


Insgesamt waren es 540 g Löwenzahnköpfe (mit Grün, ich mache das nicht ab). Ich habe sie in zwei Portionen aufgeteilt und in je 2 l Wasser eingeweicht für zwei Stunden. Dann aufgekocht und abkühlen lassen. Statt sie über Nacht stehen zu lassen, wurden sie nach ca. 5 Stunden schon eingekocht. Abfiltriert durch Sieb und Tuch, dann plus je 2 kg Zucker (ich nehme raffinierten normalen Zucker, weil ich es nicht einsehe, Rohrohrzucker zu verwenden, der um die halbe Welt gekarrt werden muss; dann doch lieber aus einheimischen Zuckerrüben) und den Saft je einer (kleinen, halb vertrockneten) Zitrone. Zitronenschale habe ich diesmal wirklich nur ein winziges winziges bisschen rein. Und dann kochen, kochen, kochen. Es bringt nichts, wenn das Zeug nur schwach siedet. Es muss richtig kochen, denn nur, wenn es eindampft, wird es Sirup. Auch so dauert es bei der Menge schon ziemlich lange. 

Noch ein Trick: Wenn man einen Test macht, ob es schon dickflüssig genug ist: LANGE warten. Erst, wenn es richtig kalt ist, sieht man die endgültige Konsistenz. Die ist dieses Mal wirklich perfekt geworden, und der Honig schmeckt sehr lecker. 



Und wer keine Zeit oder keinen Löwenzahn hat: Inzwischen gibt es Löwenzahnhonig sogar käuflich zu erwerben, und zwar bei rootsofcompassion. Allerdings heißt er da "Vonig", was mich ja direkt abhalten würde. Bei dieser V-Unsitte stellen sich mir die Nackenhaare auf. Vurst. Vleisch. Väh, vie ekelhavt.

Sunday, July 13, 2014

Eis!

Hier passiert in letzter Zeit nicht viel... aber wir leben noch und kochen lecker essen. Nur zum fotografieren ist keine Zeit - da ist ein kleiner Gremlin, der noch hungriger ist als wir, und der beansprucht viel Aufmerksamkeit. Gültige Ausrede?

Jedenfalls heute eine kleine Buchempfehlung. Schon vor Jahren sagte ich, dass der Welt ein Rezeptebuch mit veganem Eis fehlt. Jetzt gibt es eines. Wir haben zur Hochzeit eine Eismaschine bekommen, und beides zusammen ist die perfekte Kombination. Bisher war jedes Eis, was wir ausprobiert haben, absolut toll.

Heute gab es Bananen-Nektarinen-Eis - dafür braucht man nichtmal eine Eismaschine, sondern nur eine Tiefkühltruhe und einen guten Pürierstab. Im Buch wird der Standmixer vorgeschlagen, aber wenn ich eines hasse, dann etwas sehr festes zu mixen, was ständig an den Wänden klebt, während das Messer sinnlos vor sich hin rotiert. Aber Eis - lecker!


Das Buch ist "Gelateria vegana" von Heike Kügler-Anger. Klare Empfehlung unsererseits :-)

Wednesday, May 8, 2013

Rhabarberzeit


Letztens habe ich gelernt, dass Rhabarber auch in Rührkuchen kann. Eigentlich sollte er dann nach unten durchsinken. Tut er offenbar aber nicht immer. Macht nichts.

Das ist Mephis Zitronenkuchen mit weniger Zitrone, etwas zu wenig Zucker und mit Rhabarberstückchen. Sehr lecker!

Schwarze Backform auf schwarzem Herd... Mist.

Zutaten:

  • 300 g Rhabarber
  • 2 cups Mehl
  • 1/3 cup Zucker (besser etwas mehr nehmen!)
  • 1 Päckchen Backpulver (habe Weinstein-Backpulver benutzt, weil sonst nichts da war)
  • 1 cup Sojamilch (ich habe etwas mehr genommen, wäre auch noch mehr gegangen, dann sinkt der Rhabarber vielleicht doch noch ein)
  • 1/2 cup Öl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Saft 1/2 Zitrone (die habe ich nur rein, weil ich dachte, es wird fluffiger, wenn der Zitronensaft mit dem Backpulver Spaß hat)
  • Puderzucker zum draufstreuen
Zubereitung:
  1. Rhabarber waschen, Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden.
  2. Ofen auf 180 °C vorheizen.
  3. Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker in einer großen Schüssel vermischen.
  4. Milch, Öl, Zitronensaft in einer anderen Schüssel vermischen.
  5. Die flüssigen zu den festen Zutaten geben und vermengen.
  6. Teig in eine gefettete Form geben.
  7. Rhabarberstückchen oben drauf werfen.
  8. Im Ofen backen, bis man eine Stricknadel reinstechen kann, ohne dass was dran hängen bleibt. Bei Muffingröße ca. 22 Minuten, bei der Kastenform, die die Hälfte der Teigmenge enthält, 27 Minuten.
  9. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, und dann aus der Form befreien.
Musste gleich meine neue Kuchenform testen. Bisher waren mir diese Silikondinger ja ein Graus, aber die waren einfach zu hübsch:


Sunday, April 21, 2013

Die Küche ist nicht kalt

Wir kochen noch, aber die Zeit zum bloggen bleibt irgendwie nicht. Es sind meist auch keine so spektakulären Dinge, oder sie sind sehr unfotogen. Also nur eine kleine Empfehlung für zwischendurch: Bärlauchpesto machen, auf Blätterteig streichen, aufrollen, in Schneckchen schneiden und ab in den Ofen.


Wednesday, December 19, 2012

Weihnachtsbäckerei 2012

Dieses Jahr konnte ich endlich beim veganen Weihnachtswichteln im Natron und Soda-Forum mitmachen! Neben ein paar Klassikern habe ich auch einige neue Rezepte ausprobiert.



Pfefferkuchenplätzchen

Gingerbread cookies - recipe in english

Pfefferkuchenplätzchen

Eines meiner Lieblingsrezepte, stammt in seiner ursprünglichen unveganen Version von meiner Oma.
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver (1/4 Päckchen)
  • 190 g Zucker
  • 2 EL Sojamehl
  • 6 EL pflanzliche Milch
  • 95 g Agavendicksaft
  • 1/4 TL Zimt
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 2 EL Stärke
  • 2 TL Kakaopulver
  • 65 g gemahlene Mandeln
  • 60 g Margarine
  • etwa 150 g Puderzucker und Zitronensaft für den Zuckerguss
  1. Alle Zutaten zu einem nur leicht klebrigen Teig verkneten. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
  2. 5 mm dick ausrollen und Plätzchen ausstechen. Im Ofen bei 175 °C für 10-15 min backen. Sie sollten nicht dunkel werden, sonst werden sie nachher sehr knusprig!
  3. Wenn sie abgekühlt sind, mit Zuckerguss verzieren.


Heidesand-Plätzchen 

Heather sand cookies - recipe in english
Rezept abgeändert vom VEBU.
  • 375 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 250 g Margarine
  • 1 Päckchen Vanillzucker, oder sonstwie Vanille
  • 1 EL Kakao 
  • 1-2 EL pflanzliche Milch (wenn man den Kakao zum Teig gibt, wird er eventuell sehr trocken sonst)
  1. Aus Mehl, Zucker, Margarine und Vanille einen festen Teig herstellen. Die Hälfte davon in Frischhaltefolie packen und in den Kühlschrank legen.
  2. In die andere Hälfte den Kakao und etwas pflanzliche Milch einarbeiten, dann auch ab in den Kühlschrank.
  3. Wenn beide gekühlt sind, auf die selbe Größe ausrollen. Aufeinanderlegen und von der langen Seite her aufrollen. Wieder in Folie in den Kühlschrank packen.
  4. In dünne Scheiben schneiden und bei 180 °C 15-20 min backen.
Heidesand und Bärentatzen

Bärentatzen

Bear paws

Nachdem ich beim letzten Weihnachtsbacken gelernt habe, dass man ein Eiweißgebäck wie Zimtsterne leicht vegan machen kann, habe ich mich dieses Jahr an meine liebsten Bärentatzen gewagt. Und es hat wunderbar funktioniert! Man benötigt dazu allerdings eine spezielle Form aus Holz, die gibt es häufig auf Weihnachtsmärkten. Oder hier - was gibt es eigentlich nicht auf Amazon??
  • 300 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln)
  • 200 g Puderzucker
  • 125 g Zartbitterschokolade
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Kakao
  • ca. 8 EL Wasser
  • Zucker zum rollen
  1. Die Schokolade auf einer Reibe fein reiben. Das macht überhaupt keinen Spaß, weil sie an den Fingern klebt und die kleinen Teile elektrisch aufgeladen überall kleben bleiben, aber da muss man durch!
  2. Dann alles zu einem Teig vermischen. Der darf etwas klebrig, aber nicht zu klebrig sein. Ein Stündchen im Kühlschrank lagern.
  3. Aus dem Teig kleine Kugeln formen, diese in Zucker rollen, dann kurz in die Form pressen.
  4. Tatzen auf Backpapier einige Stunden (3-5) trocknen lassen, dann 5 min bei 250 °C backen (so hatte ich es zumindest vor, analog zu den veganen Zimtsternen, leider streikte der Ofen und ich habe sie bei der lieben Nachbarin 7 min bei 180 °C gebacken, was einen Tick zu kurz war, wie ich fand).


Zitronenherzen

Lemon heartsrecipe in english
Originalrezept von Rezeptefuchs.

Zitronenherzen
  • 200 g Mehl
  • 100 g Margarine
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Sojamehl
  • abgeriebene Schale 1/2 Zitrone
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker und Zitronensaft für den Guss, und was man sonst noch als Deko möchte.
  1. Alle Zutaten zusammenmixen und den Teig etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
  2. 3-4 mm dick ausrollen. 
  3. Herzen ausstechen und 8-10 min bei 180 °C backen.
  4. Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft herstellen und dekorieren.

Schoko-Erdnuss-Kugeln

Peanut butter balls aus "Vegan food gifts" von Joni Marie Newman:

Ich fand die Dinger ziemlich gruselig, weil sehr sehr "mächtig" und pappsüß, aber der Mann fand sie gut und mein Wichtelkind offenbar auch. Na dann...
  • 256 g Erdnussbutter (empfohlen wird "creamy", ich persönlich würde nächstes Mal stückige nehmen)
  • 120 g Puderzucker 
  • 340 g Zartbitterschokolade
  • Zahnstocher
  1. Erdnussbutter mit Puderzucker verkneten, bis der "Teig" die Konsistenz von Knete hat. 
  2. Bällchen formen. Laut Rezept esslöffelgroß, meine waren etwas kleiner.
  3. Zahnstocher in Bällchen stecken, Bällchen auf Backpapier stellen.
  4. Wenn alle Bällchen geformt sind, für eine Weile ins Gefrierfach stellen.
  5. Schokolade im Wasserbad schmelzen, Bällchen am Zahnstocher hineintunken (vorsicht, rutscht leicht raus) und zurück aufs Backpapier stellen.
  6. Wenn alle Bällchen getunkt sind, die Zahnstocher entfernen und mit einer Messerspitze das Loch mit Schokolade verschließen.


Kokos-Maronen-Makronen

Originalrezept auf bevegt.de.

Würde ich spontan nicht nochmal machen, lieber "richtige" Kokosmakronen. Die hier waren zwar ganz lecker, sind aber nach zwei Wochen geschimmelt. Igitt!


Vanille-Kekse mit Waldbeer-Zuckerguss

Originalrezept aus der App von vegan-und-lecker.de - das Rezept dürfte grob dieses hier sein: *klick*

Vanille-Kekse mit Waldbeer-Zuckerguss

Diese sieben Sorten kamen in mein Wichtelpaket. Da ich den Zimt vermisste (mein Wichtelkind mochte keinen) und nochmal backen wollte, habe ich zwei Wochen später noch die folgenden Lebkuchen gemacht.

Wichtelgeschenk

Lebkuchen

Das Rezept ist eigentlich die Hälfte des Rezepts für Lebkuchenhäuschen, falls wer bauen möchte.


  • 250 g Mehl
  • 63 g Zucker
  • 187 g Agavendicksaft
  • 1/2 EL Alsan
  • 1 EL Sojamehl + 1 EL Sojamilch (oder Wasser)
  • 38 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 1/2 Packung (10 g) Pfefferkuchengewürz
  • 5 g Pottasche
  • 1 EL pflanzliche Milch zum Auflösen der Pottasche
  • Deko: Puderzucker + Zitronensaft, oder Zartbitterkuvertüre, Mandeln, etc.
  1. Das Übliche: Alles zu einem festen Teig vermischen, und einige Stunden eingepackt in den Kühlschrank. Gerne auch über Nacht.
  2. Auswelle, ausstechen, 7 min bei 180 °C in den Ofen.
  3. Abkühlen lassen und dekorieren.

Monday, December 17, 2012

Wie Glühwein, nur besser

Feuerzangenbowle, oder kurz: FZB! Von echten Tübinger Studenten getestet und für gut befunden.

Today: Fire tongs punch. Not even the word does translate... If you ever happen to find a "Zuckerhut" (sugar cone) outside Germany, let me know and I will translate the recipe.

Lange nicht gemacht, aber es wurde mal wieder Zeit. Hintergrundmusik gibt es keine, aber natürlich den wunderbaren Film:


Nachdem wir erfahren haben, dass die darin enthaltene Schule zum Teil der nachempfunden ist, die hier um die Ecke steht, mag ich den Film noch mehr.

Zutaten:
  • 2 Flaschen Rotwein - der von Rapunzel ist z.B. vegan. Der FZB-Meister schrieb mir hierzu vor Jahren: "kein zu schwerer, keine mit zu intensivem Eigengeschmack versehene Rebsorte, also kein Trollinger-Lemberger"
  • 2 Orangen, am besten unbehandelt
  • 1 Zitrone, am besten unbehandelt
  • 1 Stange Zimt
  • 5 Nelken
  • 3-4 EL Schwarztee
  • 1 Zuckerhut
  • Rum - hochprozentig, aber gute Qualität; z.B. Lemon Hart mit 75 % (Achtung, ich habe hierzu noch keine Produktanfrage bezüglich Veganität gefunden! Ansonsten lassen sich bei Barnivore einige Rumsorten finden, die auf jeden Fall vegan sind. In Berlin gibt es einen schönen Rumladen beispielsweise hier: rum-depot.de)
  • Ausstattung: Eine Bowleschüssel, am besten mit Stövchen (Topf geht auch), und, wirklich wichtig, eine Feuerzange - längliches Metallding mit ein paar Löchern, gibt es in gut sortierten Küchenabteilungen oder -läden und ist regelmäßig im Dezember ausverkauft, also am besten azyklisch einkaufen.


Zubereitung:
  1. Von Orangen und Zitrone Schale abreiben, wenn unbehandelt. Beide auspressen und Saft durch ein Sieb in einen großen Topf geben.
  2. Den Schwarztee mit 200 mL kochendem Wasser aufgeben, ein paar Minuten ziehen lassen, dann auch durch das Sieb in den Topf geben.
  3. Zimt, Nelken und eventuelle Zitrusschalen auch in den Topf geben, Wein dazu, und auf dem Herd erwärmen. Sollte nicht kochen, aber heiß werden.
  4. Vom Herd nehmen, in Bowleschüssel geben, auf das Stövchen stellen, die Zange drauf. Zuckerhut auf die Zange legen und mit einer metallenen Schöpfkelle mit Rum tränken. Dabei so vorgehen, dass möglichst aller Rum vom Zuckerhut aufgesogen wird, und ihn nicht reintropfen lassen - der Rum soll brennen, nicht die Bowle im Hals. 
  5. Wenn der Zuckerhut keinen Rum mehr aufnehmen kann, anzünden. Der Rum brennt, der Zucker schmilzt und tropft in die Bowle. Wenn das Feuer langsam ausgeht, etwas Rum auf die Schöpfkelle geben und auf den Zuckerhut nachgießen. Vorsicht, es gibt eine (kleine!) Stichflamme und der Rum in der Kelle wird anfangen zu brennen. Nicht in Panik geraten - Kelle einfach in der Bowle löschen.
  6. Der Zuckerhut bekommt mit der Zeit eine harte Karamellkruste. Diese mit der Kelle anklopfen und den Zuckerhut mit der Zeit etwas plätten. Irgendwann brennt alles nicht mehr so gut und es ist nur noch wenig Zucker da. Dann Zange in die Bowle stellen und restlichen Zucker hineinschaben.
  7. Fertig - Prost :-)

Sunday, November 4, 2012

Geburtstagsbrunch

Jedes Jahr im Oktober haben der Mann und ich Geburtstag. Dieses Jahr dachten wir, machen wir mal was anderes, und haben statt zum abendlichen Zusammenhocken zu laden ein sonntagmorgendliches Brunchen geplant. Davon gibt es ein paar Fotos, also schon wieder Foodporn ohne Rezepte. Ohweh. Aber dafür lecker Bilder und Inspiration

Today: Pictures from our birthday brunch :-)

Die herzhafte Seite. Den Couscous-Salat mittig links hat eine Freundin mitgebracht.


Im Detail wären da: Scrambled Tofu (Rezept aus "Vegan Brunch"):

Blätterteigdingsis (Taschen sind es ja nicht) mit Pilzen oder Spinat:

Kartoffelsalat, angepasst norddeutsch mit Mayo (Rezept aus "Vegan lecker lecker"), Hummus, Guacamole, und ein Pilz-weiße Bohnen-Lauch-Pie, der zwar nicht so hübsch aussah, aber sehr lecker war (Rezept aus "Vegan Brunch"):

Auf der süßen Seite gab es Beerenmuffins (Rezept aus "Vegan Brunch"), Pancakes und Zimtschnecken.

Und dann noch die üblichen Frühstückssünden wie Brötchen, Croissants, Brezeln, Marmelade, sonstige Aufstriche...

Lecker war's! Machen wir bald wieder.

Saturday, July 28, 2012

Veganes Hochzeitsmenü

Heute nur Foodporn ohne Rezepte. Im Juni haben wir geheiratet. Es war ein wunderschöner Tag mit ganz tollen Leuten, bestmöglichem Wetter und viel Spaß. 

We married in June. It was a wonderful day with great people, the best possible weather and lots of fun. Rest of the entry will be in german, but the pictures are international ;-)

Es war so öko wie möglich, und das Essen selbstverständlich vegan. Snacks zum Sekt, Kuchen und Torten wurden von unseren Müttern und ein paar Gästen gemacht, die Hochzeitstorte von den schon öfters erwähnten tollen Tübingern, und das Abendessen war von Himmel und Erde Biocatering aus Überlingen am Bodensee. Manuels Vater hatte sie ergoogelt, und da sie nicht weit von unserer Hochzeitslocation hausen, haben wir uns dafür entschieden. Wir konnten nicht vorher probieren, weil wir weit weg von zu Hause geheiratet haben, aber es war unglaublich gut, und wir sind sehr froh, uns dafür entschieden zu haben.

Danke an alle fleißigen Fotografen, besonders Manuels Cousin, der mit Essensfotografie beauftragt war. Die meisten Bilder hier sind von ihm.

Nach dem Sektempfang gab es zunächst die Hochzeitstorte. Unsere Vorgabe war: Erdbeeren, viele! Die Tübinger haben das grandios gemeistert, mit Erdbeer-Rhabarber oben, Erdbeer-Schoko mittig, und Erdbeer pur unten. Omnomnom!

Hochzeittorte mit Erdbeerglück

Danach wurde das tolle Kuchenbuffet eröffnet. Die meisten Torten sind von Manuels Mutter, die Snacks meiner Mutter gab es zum Sekt. Die grün-rote Torte links vorne ist von "Les gourmandises de Miyuku" und wurde von lieben Zürichern mitgebracht. Nicht im Bild sind die leckeren Nussecken eines Tübinger Freundes, da sie tragischerweise in der Küche vergessen wurden - dafür waren sie sehr lecker zum Restebrunch am nächsten Morgen.

Kuchenbuffet

Das wunderbare Abendessen schließlich! Ich hoffe, man kann das Schildchen lesen (anklicken macht größer!). Es war nicht nur äußerst lecker, sondern auch ganz toll hergerichtet. Wir waren sehr begeistert und können "Himmel und Erde" nur weiterempfehlen :-)

Menü
Vorspeisen
Salat
Avocado-Tartelettes
Hauptspeisen
Nachtisch


Thursday, February 16, 2012

Vanillestreuselblechkuchen

(Scroll down for english version.)

Oder: Was dabei herauskommt, wenn man nachts spontan Lust zum Backen hat und die Hefe im Kühlschrank dringend weg muss.


Zutaten Hefeteig:
(Das ist der selbe Teig wie für die Zimtschnecken, nur ohne Kardamom, daher auch die schwedischen Deziliter-Angaben.)
  • 25 g Frischhefe (oder ein Päckchen trockene)
  • 75 g Margarine
  • 2 1/2 dL Sojamilch (oder sonstige Pflanzenmilch)
  • 1/2 dL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 7 dL Mehl
Zutaten Vanillepudding:
(Im Prinzip selbes Rezept wie für Anti-Weltschmerz-Schokopudding, nur mit Vanille statt Kakao.)
  • 250 mL Pflanzenmilch (Soja)
  • 1 1/2 Esslöffel Zucker (selbstgemachter Vanillezucker bietet sich natürlich an)
  • 2 Esslöffel Stärke
  • Vanillearoma nach Geschmack, ca. 1 Teelöffel
  • (Wir hatten noch Naturyofu und haben davon 3 Esslöffel reingerührt, aber ist vermutlich nicht notwendig.)
Zutaten Streusel:
  • 1/2 cup Mehl
  • 1/2 cup zarte Haferflocken
  • 1/2 cup Margarine
  • 1/2 cup Zucker

So geht's:
  1. Aus den obigen Zutaten einen Hefeteig herstellen. Am besten geht es, wenn Margarine und Milch schon Raumtemperatur haben, und wenn man einen Küchenmaschine mit Knethaken hat. Teig in einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen und in der Zwischenzeit eine Folge "Lexx - The Dark Zone" gucken.
  2. Für den Vanillepudding die Stärke sieben und mit dem Zucker, der Vanille und einem kleinen Teil der Milch klumpenfrei verrühren, während der Rest der Milch auf dem Herd heiß wird. Sobald die Milch kocht, Topf vom Herd nehmen und den Stärke-Zuckerbrei hineinrühren, bis der Pudding andickt. Etwas abkühlen lassen.
  3. Herd auf 180 °C vorheizen.
  4. Für die Streusel alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Fingern so lange bearbeiten, bis Streusel daraus geworden sind.
  5. Den gegangenen Hefeteig nochmal gut durchkneten, dann mit Händen oder Wellholz auf Backofenblechgröße ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und einen kleinen Rand formen.
  6. Den Pudding auf dem Teig gleichmäßig verteilen, die Streusel oben drauf streuen.
  7. Etwa 20 Minuten backen (bis der Teig sich leicht bräunt).




This is what happens when we are in baking mood at night and there is still yeast in the fridge that needs to be used.

The yeast dough is the same as for the cinnamon buns without the cardamom. Prepare this first and let the dough rise.

The vanilla pudding is the same as the chocolate pudding, but with vanilla sugar and/or vanilla to taste instead of cocoa. Prepare when dough has risen and let cool down a bit. We added 3 tablespoons of soy yoghurt, but I think this is not necessary.

Crumble ingredients:
  • 1/2 cup flour
  • 1/2 cup quick cooking oats
  • 1/2 cup margarine
  • 1/2 cup sugar
Mix all the crumble ingredients together until they are crumbly.

Assembling:
  1. Preheat the oven to 180 °C.
  2. When the dough has risen, use a rolling pin in order to roll the dough in a rectangular baking tray shape and transfer it to a baking tray with baking paper underneath. Form a little edge.
  3. Spread the vanilla pudding on the dough and add the crumbles.
  4. Bake for about 20 minutes (until the dough is slightly browned).

Thursday, February 2, 2012

Crêpes bei Kerzenschein

(Scroll down for english version.)

Der 2. Februar ist Lichtmess, Candlemas, Chandeleur oder von mir aus auch Imbolc. In jedem Falle scheint es in Frankreich ein traditioneller Tag zum Crêpes essen zu sein, und gute Traditionen gehören weiterverbreitet. So denn: Crêpes! Ich habe heute extra noch dieses Crêpes-Holzteil gekauft, in Form eines T, damit sie schön dünn werden. Das klappt auch sehr gut. Das Rezept ist grob von dieser Seite: vegetarisme.fr

Zutaten für 6 Personen, bzw. 3 hungrige Veganer:
  • 500 g Mehl
  • 4 gehäufte EL Stärke
  • 1 EL Vanillezucker
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Margarine (Alsan)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Liter Pflanzenmilch (wir hatten Soja-Hafer)

So geht's:
  1. Alle Zutaten bis auf die Milch in eine Schüssel geben, die Stärke dabei sieben, und vermischen. Unter Rühren die Pflanzenmilch hinzugeben.
  2. Rühren (am besten in der Küchenmaschine), bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Dann den Teig 30-120 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Ein oder zwei große Pfannen auf dem Herd erhitzen, ca. 2/3 der Maximalhitze. Bei beschichteten ist kein extra Fett nötig. Etwas Teig in die Pfanne geben und mit dem Crêpe-T-Ding schön dünn verteilen. Wenn die Oberseite "getrocknet" ist und er sich am Rand lösen lässt, den Crêpe mit einem Pfannenwender umdrehen und noch kurz von der anderen Seite fertig braten.
  4. Genießen mit Zimt-Zucker, Bananen, Schokoaufstrich, Marmelade, Erdnussbutter,... - oder Spinat und sonstigen salzigen Dingen, die man einwickeln kann.
Bei der Wahl zwischen "Zeit für gutes Foto" und "jetzt essen" werde ich immer letzteres wählen.
Left with the choice between taking time for taking a good picture or eating, I will always choose the latter.


February 2nd is Candlemas, Lichtmess, Chandeleur, or Imbolc. In any case, there seems to be a french tradition of eating crêpes today, and as good traditions need to be spread all over the world - crêpes, here we go! I bought the tool in form of a T for making crêpes today, it really helped to make them perfectly thin. The recipe is basically the one from this website: vegetarisme.fr

Ingredients for 6 persons or 3 hungry vegans:
  • 500 g flour
  • 4 heaped tablespoons starch
  • 1 tablespoon vanilla sugar
  • 2 tablespoons sugar
  • 2 tablespoons margarine
  • pinch of salt
  • 1 L plant milk (we used soy-oat milk)

What to do:
  1. Put all ingredients but the milk in a big bowl (sift the starch) and mix. Add the milk while stirring.
  2. Stir (easiest using a kitchen machine) until all lumps have disappeared. Let the mixture rest in the fridge for 30-120 minutes.
  3. Heat one or two big pans on the stove, at about 2/3 of the maximum heat. If your pan is coated, you don't need extra fat for the pan. Place a little of the batter in a pan and spread thinly using the crêpe-T-tool. When the upper side has "dried" and the borders can be detached from the pan, flip the crêpe until is is done from the other side as well.
  4. Enjoy with sugar&cinnamon, bananas, chocolate spread, jam, peanut butter... - or spinach and other salty wrappable things.

Monday, January 30, 2012

Ein Hoch auf den Schnellkochtopf!

(Scroll down for english version)

Ohje, hier hat sich ja lange nichts getan. In unserem Leben dafür schon. Wir führen nämlich jetzt keine schröckliche Fernbeziehung über 1000 km mehr, sondern wohnen zusammen im wunderbaren Berlin. Eine tolle Küche haben wir natürlich auch, und zu dieser schenkte uns meine Mutter zu Weihnachten (gewünscht!) einen Schnellkochtopf. Ich bin wirklich begeistert von dem Gerät! Mit den wild pfeifenden Ungetümen aus meiner Kindheit hat das gar nichts mehr zu tun. Füllen, schließen, aufheizen - dann sieht man ein paar bunte Ringlein, schaltet den Herd runter, wartet die entsprechende Zeit ab, und fertig.

Bei mir wurden selbstgekochte Bohnen und Kichererbsen nie richtig weich, selbst mit nachts einweichen. Da konnte ich das Zeug 90 Minuten kochen, und es war immer noch nicht gut. Aber jetzt, endlich! Eingeweichte Hülsenfrüchte 15 Minuten auf der zweiten Stufe des Topfes, und sie sind wunderbar weich. Ansonsten haben wir bisher noch Kartoffeln drin gekocht, was auch super funktioniert. Und dann spart das Ding auch noch Energie! Muss man wirklich haben, besonders als Veganer :-)

Und in der nächsten Maus gibt es hoffentlich wieder leckeres Futter aus unserer wunderhübschen Küche.



Nothing has happened in this blog for a long time. But our life has changed considerably: We do no longer have a long distance relationship of 1000 km, but live instead together in wonderful Berlin. We also have a beautiful kitchen, and because of that, my mother gave us a pressure cooker for Christmas (we wished for one). I am totally happy with this thing! It is nothing like the scarily whistling monsters that I know from my childhood. Fill it, close it, heat it up - a few colored rings appear, turn down the heat, wait a few minutes, done.

Whenever I cooked beans or chickpeas myself - even with soaking over night - they never became really soft. I sometimes boiled them for 90 minutes, and it did not help. But now, soaked beans or peas 15 minutes on the second heating level of the pressure cooker, and they are perfectly soft. Other than that, we also cooked potatoes in it, which was really fast as well. And the thing even saves energy! THE kitchen equipment must-have, especially for vegans :-)

And I hope that in the next post, there will be tasty food again, from our beautiful kitchen.

Tuesday, November 1, 2011

Happy World Vegan Day!

Wir wünschen allen einen wunderbaren Weltvegantag!
A wonderful world vegan day to everyone!


Das ist ein normal großer halloweeniger Carribbean Sponge Cake, das Marzipan ist mit pflanzlichem Aktivkohlepulver vermischt, wie auf VG-zone beschrieben.

The recipe is a normal sized Halloween Carribbean Sponge Cake, the marzipan is colored black with vegetable powdered carbon, as described on VG-zone.

Sunday, September 25, 2011

Lasagne

- Scroll down for english version -

Gäbe es jemals einen veganen Lasagne-Wettbewerb, der tollste Mann der Welt würde ihn sicherlich sofort gewinnen! Rezept für zwei sehr hungrige Veganer, oder solche, die gerne kalte Lasagne zum Frühstück genießen.



Zubereitungszeit: 60 minuten
Musik: Öxxö Xööx - der Name ist so putzig! Und die Musik sehr hübsch.

Zutaten:
  • 2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kg Tomaten
  • 100 mL Rotwein
  • Pfeffer, Salz, italienische Gewürze (mindestens Oregano und Thymian)
  • 125 g Oliven
  • 150 g Cashews
  • 150 g Sojagranulat
  • Hafer- oder Sojasahne (optional)
  • Lasagneplatten
  • Hefeschmelz (siehe unten)

Zubereitung:
  1. Zwiebeln würfeln und in einem großen Topf in Olivenöl anbraten. Knoblauch zerkleinern und dazugeben.
  2. Tomaten würfeln und mit dem Wein dazugeben. Offen kochen lassen, damit es eindicken kann.
  3. Nach Lust und Laune die Gewürze dazugeben, 20 Minuten kochen lassen.
  4. Oliven halbieren und mit den Cashews dazugeben. Sojagranulat und optionalen Schuss Hafersahne hinzufügen.
  5. Abwechselnd Soße und Lasagneplatten in eine Auflaufform schichten. 
  6. Hefeschmelz* machen und darüber geben.
  7. Im Ofen bei 180-200 °C 15-20 Minuten backen. Wenn die Lasagneblätter weich ist, ist die Lasagne fertg. Gen Ende kann man noch kurz die Grillfunktion anschalten, so vorhanden, um dem Hefeschmelz etwas Kruste zu verpassen.
*Hefeschmelz: Hier unser famoses Hefeschmelzvideo:



If there ever was a vegan lasagna contest, the most wonderful man in the world would certainly win! Recipe for two very hungry vegans, or those who like cold lasagna for breakfast.

Preparation time: 60 minutes
Suggested music:  Öxxö Xööx - the name is so cute! And the music is very nice.

Ingredients:
  • 2 onions
  • olive oil
  • 2 cloves of garlic
  • 1 kg tomatoes
  • 100 mL red wine
  • pepper, salz, italian herbs (at least oregano and thyme)
  • 125 g olives
  • 150 g cashews
  • 150 g granulated soy flakes
  • oat or soy cream (optional)
  • sheets of lasagne
  • nooch sauce 

What to do:
  1. Dice the onions and saute them in a bit pot in olive oil. Mince the garlic and add.
  2. Dice the tomatoes and add, together with the wine. Let boil without lid so liquid can escape.
  3. Add the spices depending on your mood and let boil for about 20 minutes.
  4. Slice the olives in half and add with the cashews. Add the granulated soy flakes and cream if using.
  5. Take a casserole dish and add alternating layers of the tomato sauce and lasagne sheets.
  6. Prepare nooch sauce (see subtitled video above) and add over the lasagne.
  7. Bake in the oven at 180-200 °C for 15-20 minutes. It is done when the lasagne sheets are not hard anymore. If your oven has a grill setting, you can activate it in the end to give the nooch sauce a crust.

Monday, August 8, 2011

Joy to the World

When I was already vegan, omni-friends gave me "Joy of Cooking" for my birthday, saying that I could veganize a lot of recipes. While this might be true, and while it tells you even how to cook on a fire and all these important things, it also tells you how to do awful stuff with animals. Detailed. Far too detailed. I was unsure whether to keep it or not - it is quite thick and heavy, but then I had the perfect idea: Veganize the whole book!


Use it to collect all the stickers from shops,


collect all the flyers from restaurants,


and, most importantly, use it to remember the events you visited and the awesome vegan people you met, asking them to write something in it over some very meaty page.


With every little bit, there is less cruelty and more love. Ha!

Cookbook shelf
I hope that this is a useful idea for your own cookbook and flyer collection!

Sunday, August 7, 2011

Bücher

The following entry is in german, because it is about two german books. There might be more german entries in the future, as most people who read this blog are from Germany, or so it seems. Any objections? :-)

Bisher habe ich mich beim Lesen von Büchern über Veganismus und verwandte Themen eher zurückgehalten. Ich weiß ja, warum ich es mache. Nun habe ich aber entdeckt, dass es durchaus doch spannend sein kann.


Karen Duve - Anständig essen

Hoch gelobt von vielen - böse verurteilt von anderen. Die Autorin beschreibt ihre eigenen Erfahrungen. Als "Durchschnittsomni" möchte sie wissen, was Vegetarier, Veganer oder Frutarier dazu bewegt, sich solche Umstände mit dem Essen oder gar dem ganzen Leben zu machen. So beschließt sie, jeweils zwei Monate entsprechend zu leben. Das Buch ist chronologisch geordnet - zunächst die "Bio-Zeit", dann vegetarisch, vegan, und schließlich frutarisch. Es endet mit ihrem Fazit, und sie lebt nun fast vegan (daher die oben erwähnten bösen Verurteilungen). Zwischengeschoben sind informative Kapitel, z.B. über Milchkonsum. Die Stärke des Buches liegt nicht einfach im Informationsgehalt, sondern erstens darin, dass sich jeder Omni mit ihren Anfängen identifizieren kann und zweitens (und vor allem) in ihrer grandiosen Schreibweise. Keine Moralkeule, sondern sarkastisch-trockene Sätze liefern dem Leser die Fakten.

Ich habe das Buch gekauft, weil meine Mutter mir letztens mal wieder Hefezopf vom Bäcker andrehen wollte ("Ich glaube nicht, dass da Milch drin ist!" und "Ein bisschen bringt dich auch nicht um"), und ich es ihr zu lesen geben wollte. Dazu musste ich es aber natürlich zunächst selbst lesen. Sie war jedenfalls sehr begeistert von dem Buch und achtet mit ihren über 70 nun auch verstärkt auf das, was sie einkauft. Hafermilch statt Kuhmilch zum Beispiel. Und sie empfiehlt das Buch allen Leuten in ihrem Umkreis. Yay!


Bernd Drosihn - Tofu: Vom skurrilen Kampf um ein unscheinbares Weltnahrungsmittel

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch einen Zeitungsartikel: Von Tofu-Spakkern und Fleischbeamten. Insbesondere dieser Absatz hat mich interessiert:
"Das umstürzlerische weiße Material [Tofu] mit langer Tradition in der asiatischen Küche, das aus geronnener Sojamilch in einem Verarbeitungsprozess hergestellt wird, der dem von Käse ähnelt, wurde in Deutschland schließlich als „Milchimitat“ verboten. Erst seit 1989, nach einer erfolgreichen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, dürfen Tofu und Sojamilch in Deutschland verkauft werden, ohne dass rechtliche Konsequenzen drohen."
Was? Tofu verboten? Unglaublich! Das Tofu-Buch wanderte sofort auf meine Amazon-Wunschliste, und ich versuchte völlig erfolglos, genaueres über das Tofu-Verbot herauszufinden. Glücklicherweise gibt es auch Leute, die etwas von der Juristerei verstehen, und so forschte einer nach. Hier sind die zugehörigen Paragraphen: Ein Stück Rechtsgeschichte: Tofu und Pflanzenmilch verboten.

Vor zwei Wochen war das Vegan-Vegetarische Sommerfest in Berlin, und ich konnte mich nicht zurückhalten, als ich das Tofu-Buch dort an einem Stand erblickte. Es ist recht dünn, und ich hatte es durchgelesen, bevor ich wieder in Paris war. Im Gegensatz zu Duves Buch ist es recht chaotisch geschrieben. Ganz grob chronologisch, aber es springt vorwärts und zurück, man weiß nie genau, von welcher Zeit jetzt gerade die Rede ist, oder was das Kapitel über die Bundeswehr mit Tofu genau zu tun hat. Dennoch ist das Buch sehr unterhaltsam, lehrreich und spannend, und ich kann es nur empfehlen! Allerdings eher für Leute, die Tofu sowieso schon mögen. Drosihn scheint jedenfalls ein sehr sympathischer Mensch zu sein, der den Mut hatte, seine Ideale und seinen Nonkonformismus auszuleben, und das finde ich, die immer eine gewisse "Sicherheit" als Hintergrundgefühl braucht, sehr bewundernswert. Tofu verboten - da komme ich immer noch nicht drüber hinweg. Aber solchen Leuten verdanken wir, dass wir Tofu & Co. heute in jedem Supermarkt bekommen - Danke dafür!

Thursday, July 14, 2011

Vegan Planet

When I became vegan, I bought some cookbooks. One of those, Vegan Planet, I used a lot in the beginning, and then, somehow, not anymore. I don't know why - it looks pretty and the recipes were tasty. When I flip through it, I instantly remember the feeling of my first months as a vegan - a very good feeling of a summer full of discoveries and happiness and, most importantly, the friendship of some of the most wonderful people I got to know in my life. So my task last weekend was: Cook something from Vegan Planet!

For one day, I chose Chilled Ginger-Peach Soup with Cashew Cream - a soup that tastes like a smoothie! Perfect.


And for the next, Walnut Crusted Millet and Celery Root Croquettes, with the recommended Yellow Pepper Coulis. Very good! Although I did not taste much of the walnut crust, which is a pity.

Yeah, I will never become a food photographer :-)
So, if you are searching for another vegan cookbook for all occasions that looks pretty (no photos though) and tastes good, I can definitely recommend this one. It is very well suited for beginners, as it has a well-written chapter about "vegan basics", featuring nutrition, reasons for being vegan, hidden animal ingredients, and presenting food that the average omni has never used before, like flax seeds or tempeh.

Tuesday, July 12, 2011

Pancakes for breakfast

The most wonderful man in the world makes the most wonderful pancakes in the world for breakfast. So here's the recipe, including a recipe for chocolate sauce by our swedish friends.

Pancake with strawberries and vanilla oat whipped cream.


Preparation time: about 30 minutes total.
Suggested music: Swedish medieval music from Patriarkus!

Ingredients for the pancakes:
  • 150 g flour
  • 250 mL soy milk
  • 2 teaspoons baking powder
  • 3 tablespoons sugar
  • 1/2 teaspoon salt
  • 1 egg replacement (e.g. 1 tablespoon soy flour; it seems this is not even necessary, we left it out and it still worked)
What to do:
  1. Mix flour, baking powder, sugar, and salt.
  2. Add soy milk and optional egg replacement while stirring.
  3. Pour small portions of the batter into a pan over medium heat. Brown lightly from both sides.

Pancake with vanilla oat ice cream and chocolate sauce.


Ingredients for the chocolate sauce:
  • 1 part cocoa powder (the one used for baking)
  • 1 part sugar
  • 1 part water
  • dash of salt
What to do:
  1. Mix the cocoa powder and sugar in a small pot. Add the water bit by bit while stirring.
  2. Bring to a boil on the stove. Let simmer until it thickens a bit.

Tuesday, June 28, 2011

Vegan travel to the north

Sweden is definitely a vegan paradise! It started already great, with two kinds of oat milk plus rice milk for breakfast in a hotel.

Breakfast corner for lactose and gluten intolerant people.

Here is a short review what we ate in Stockholm! First, I had to survive two days at a conference. Therefore, the first thing I did was to get some supplies at the nearly-vegan shop Goodstore.

After the conference, Manuel arrived. For a start, we went for the all-you-can-eat lunch buffet at Legumes in Södermalm. Nearly everything is vegan and the staff knew exactly what wasn't. It was all very good and we enjoyed it on a hot day outside on the terrace.

Legumes lunch buffet

We continued to the old part of the city, Gamla Stan. Apart from the amazing Science Fiction Bookstore that has also board games and roleplaying games, we plundered the sales counter of Sattva's bakery for some Kanelsnurror and T-bergis. Most things there are vegan, and they are all clearly labeled.

On the next day, which was a sunday, we wanted to visit the café that belongs to Sattva, on Kungsholmen. According to their business card, they were open. In reality, they were closed. We went there on another day, and were not fully convinced. A poor girl was working there alone and had just started her job. She did not know how to make any of the coffees. She tried to make espresso, but it was very... concentrated. But we got a tea for free! I hope they have taught her all that soon after our visit, because it was a bit depressing, and also not a very nice situation for her.

We had an early evening dinner at the all-you-can-eat buffet at Hermitage in Gamla Stan. It was a bit more expensive than the one at Legumes, but also very good.

Food from buffet at Hermitage

On the next evening, we went to Hermans. It was the most expensive buffet we had, but totally worth it. The huge outdoor seating area and the view over the water are just great. In the beginning, we were a bit confused, because we asked someone what was vegan. He had to get a list and then pointed out several things, but not very many. I could not believe this and asked a woman a little bit later, and she knew without the list that most things were vegan, only maybe three things contained cheese or yoghurt, and that was clearly visible. We were very hungry and did not take a picture of the food...

On our last evening in Stockholm, we went to Lao Wai. I had read that you have to book a table or to arrive very early. It was a tuesday, and we arrived when it opened, at 17:30 h. We did get a table, but had to promise to finish until 19:00 h when they would be fully booked. The food was gorgeous!

Gong Bao Su Rou

Ma Yi Shang Shu (I think...)
Nutty delight - chocolate panna cotta

The next day we travelled to Uppsala to visit some friends for a few days. Therefore, we did not go out for eating, but cooked at their place. Chili, BBQ, pancakes... Here is a little sample what you can find in a big enough swedish supermarket (ICA):

Oat milk, strawberry soy yoghurt, oat ice cream, soy cream cheese

Oh lovely Sweden! I totally recommend visiting it, regardless if you are vegan or not!

Stockholm